Frauen 1: SV Frensdorf – TSV Schwaben Augsburg 1:1 (1:1)

Turbulente Punkteteilung in Frensdorf

In einem hart umkämpften Spiel kamen die Fußball-Frauen des TSV Schwaben Augsburg im oberfränkischen Frensdorf zu einem 1:1-Unentschieden.

Die Gastgerinnen gingen durch ein Kopfballtor in Führung (12.). Im Anschluss dominierten die Augsburgerinnen das Geschehen und kamen zu einigen Abschlüssen. Pech für Augsburg, dass ein schönes Volleytor von Marie Zeidler aufgrund einer vermeintlichen Abseitsposition nicht anerkannt wurde. Den verdienten Ausgleich erzielte dann Barbara Rauch nach Zuspiel von Emily Stockinger mit dem Halbzeitpfiff (45.+1).

Richtig turbulent wurde es im zweiten Spielabschnitt. Sophie Brieger sah nach einer Notbremse die rote Karte (71.). In der Folge kam Frensdorf zu einigen guten Chancen. Aber das ganze Team kämpfte aufopferungsvoll und Sarah Reißner im Schwabentor konnte mit einigen Glanzparaden weitere Gegentore verhindern. Die Schwaben-Frauen versuchten trotz Unterzahl weiter ihren ersten Saisonsieg einzufahren, doch der offene Schlagabtausch blieb in der zweiten Hälfte auf beiden Seiten torlos.

Aufstellung TSV Schwaben Augsburg: Reißner – Brieger, Maier, Steppich, Fleig – Jendryka (56. Seidler), Rauch, Augste (75. Knöferl), Kellner (75. Koppold), Zeidler (90.+4 Jakob), Stockinger (75. Kreitmeir)

Frauen 1: TSVSchwaben Augsburg – Schwabthaler SV 0:2 (0:0)

Heimniederlage gegen den neuen Tabellenführer

Wenn man die Überschrift liest, klingt das Ergebnis des TSV Schwaben Augsburg von 0:2 gegen den Schwabthaler SV nur logisch. Der Gast sorgt als Aufsteiger für Furore und grüßt nach vier Spieltagen von der Spitze der Bayernligatabelle.

Ein ganz anderes Spiel sahen die Zuschauer allerdings am Sonntag im Ernst-Lehner-Stadion. Die Schwabenritter spielen, schießen und rennen an, aber der Schwabthaler SV trifft und siegt. In den ersten 45 Minuten zeigte die Partie bereits eine klare Spielrichtung, so dass die Schwabenritter Ball und Gegner konsequent laufen ließen. Die größte Chance gab es dabei in der 43. Minute als die Schwabthaler Torhüterin im Eins-gegen-Eins die Oberhand behielt.

In der zweiten Halbzeit änderte sich die Spielrichtung, was aber lediglich daran lag, dass die Mannschaften die Seiten wechselten. Dass die Gastgeberinnen trotzdem eine 0:2-Niederlage einstecken mussten, wird kaum jemand der Anwesenden plausibel erklären können. Bei einem enormen Torschuss-, Ballbesitz-, Zweikampf- und Ecken-Plus verliert der TSV Schwaben Augsburg am Ende, durch einen direkt verwandelten Freistoß in der 47. Minute, welcher im langen Eck landete und nur die Torschützin selbst weiß, ob sie flanken oder schießen wollte. Der zweite der zwei Torschüssen der Gäste war ebenfalls im Tor und ereignete sich in der 82. Spielminute als ein Konter zur vielumjubelten Spielentscheidung führte.

Trotz fehlendem Spielglück hat sich die Mannschaft aus der Fuggerstadt ein großes Lob für ihren Einsatz und ihre konsequente spielerisch angelegte Lösungssuche verdient, wenn sie sich auch nichts davon kaufen kann, wenn am Ende der Ball nicht im Netz des Gastes landet. 

Frauen 2: FSV Wehringen – TSV Schwaben Augsburg II (U21) 0:3

Souveräner Auftaktsieg in Wehringen für die U21

Am Sonntag, 05.09.2021 konnte die neu formierte U21 des TSV Schwaben Augsburg ihren Saisonauftakt souverän mit 0:3 beim FSV Wehringen gewinnen.

Dabei dominierte die Mannschaft das Spiel deutlich und konnte sich in regelmäßigen Abständen, durch eine konzentrierte und zu jeder Zeit kontrollierte Leistung, Chancen erspielen.

Dieser Sieg war zu jeder Zeit der Partie ungefährdet und gleichzeitig doch sehr wichtig, um mit einem guten Gefühl in die neue Saison zu starten. Darüber hinaus war der FSV Wehringen in den letzten Jahren immer wieder ein Stolperstein, der nun ohne Probleme überwunden werden konnte.

Das Team konzentriert sich nun schon wieder auf das Spiel gegen den TSV Ottobeuren, um hier die nächsten 3 Punkte am Sonntag 12.09.2021 um 11 Uhr im Ernst-Lehner-Stadion zu holen.

Bericht: Matthias Simon

Frauen 1: FC Ezelsdorf – TSV Schwaben Augsburg 1:1 (1:0)

Spielbericht Damenfußball Bayernliga vom 04.09.21

Nach langer Bayernliga-Pause stand am Samstag das erste Saisonspiel der ersten Damenmannschaft des TSV Schwaben Augsburg an. Das Gastspiel beim FC Ezelsdorf stellte sich als die erwartet schwere erste Hürde dar. Körperlich robuste Gastgeberinnen verlangten den Schwaben-Damen alles ab, wobei die Punkteteilung zum Abschluss der Partie leistungsgerecht war.

In der ersten Halbzeit fand der TSV Schwaben Augsburg praktisch zu keinem Zeitpunkt zu seinem Spiel, da das hohe Pressing des FC Ezelsdorf seine Wirkung zeigte. Da die Gäste aus Augsburg zwar kaum eigene Entlastungsangriffe generieren konnten, aber sehr konzentriert und engagiert verteidigten benötigte der FC Ezelsdorf eine Standardsituation um die Feldüberlegenheit in eine 1:0-Halbzeitführung umzumünzen.

Die zweite Halbzeit stellte sich ganz anders dar: So profitierten die Schwabenritter von mehr Freiheiten im Spielaufbau und konnten von da an das Spiel weitestgehend bestimmen und das Geschehen in die Hälfte der Gastgeber verlagern. Bereits nach drei Minuten in der zweiten Halbzeit schien der Ausgleich die Folge der gestarteten Aufholjagd, doch scheiterten die Fuggerstädterinnen mit einem fast perfekt geschossenen Handelfmeter am Torpfosten. So war es Melanie Seidler in der 54. Spielminute, die nach einer gegnerischen Ecke ein Solo von der Mittellinie gegen drei Ezelsdorfer Verteidigerinnen mit einem Heber über die Torhüterin veredelte. Bis zur 75. Spielminute schien der Auswärtsdreier näher als eine erneute Führung der Gastgeberinnen, doch können am Ende beide Mannschaften mit einem Punkt zufrieden sein, da Ezelsdorf noch die Latte traf, wogegen die Schwaben-Damen erfolgsversprechende Ballgewinne in der gegnerischen Hälfte nicht bis zum Torerfolg zu Ende spielen konnten. Die Endphase stellte somit einen unterhaltsamen offenen Schlagabtausch dar.

Bericht: Christoph Bauer

Vier für eine: Frauenfußball in Augsburg stellt sich neu auf

az Bericht vom 20.7.2021

Petra Kleber, Christian Pfeiffer und Dr. Claudia Augste (v. l.) bilden, ergänzt von Roger Schlensog, das neue Führungsteam der Frauen- und Mädchenfußball-Abteilung beim TSV Schwaben Augsburg. Foto: Andrea Bogenreuther (az)

Die neue Abteilungsleitung um Christian Pfeiffer tritt das sportliche Erbe von Gabi Meißle an. Doch um die Aufgaben künftig zu stemmen, braucht es vier Personen.

Von Andrea Bogenreuther (az)

Nahezu seit der Gründung vor genau 50 Jahren war Gabi Meissle das Gesicht der Frauenfußball-Abteilung des TSV Schwaben Augsburg. Erst als Spielerin und seit den 80er Jahren als Funktionärin, als Spartenchefin, Wettkampf-Organisatorin und gute Seele ihrer Frauen- und Mädchenmannschaften. Immer wieder kündigte die heute 67-Jährige an, kürzertreten zu wollen, Anfang Juni war es dann so weit. Die Frauenfußball-Abteilung musste sich neu sortieren und hat nun eine neue Führung – mit vier Personen.

„Gabi hat eine unwahrscheinliche Erfahrung. Sie hat das 50 Jahre lang gemacht. Uns war von Anfang an klar, dass wir die Arbeiten, die Gabi Meißle fast allein bewältigt hat, auf mehrere Schultern verteilen müssen“, sagt Meißles Nachfolger, der neue Abteilungsleiter Christian Pfeiffer. Unterstützt wird er von seiner Stellvertreterin Petra Kleber, die sich auch um die Finanzen kümmert, Dr. Claudia Augste, die als studierte Sportwissenschaftlerin und ehemalige Landesliga-Fußballerin die Sportliche Leitung Großfeld übernommen hat, sowie Roger Schlensog, dem Teammanager der ersten Frauenmannschaft.

Gabi Meißle führte jahrzehntelang die Frauen- und Mädchenfußball-Abteilung des TSV Schwaben Augsburg. Nun wird sie von einer Führungscrew mit vier Personen abgelöst. Foto: Fred Schöllhorn (az)

Abteilungsleiter Christian Pfeiffer war Trainer beim Kissinger SC

Christian Pfeiffer hatte ein wenig gezögert, bevor er sich von Gabi Meißle für das Amt des Abteilungsleiters verpflichten ließ. „Sie hat mich mehrfach gefragt und nach dem vierten Mal habe ich nicht mehr Nein sagen können“, erzählt Pfeiffer schmunzelnd. Dabei ist er von den neuen Führungsmitgliedern derjenige mit der kürzesten Zeit bei den „Violetten“. Wie in Familien so üblich, haben die Töchter den Papa, der zuvor Trainer der Frauen beim Kissinger SC war, 2015 zum TSV Schwaben gelotst. „Getreu dem Motto, wenn du sie nicht schlagen kannst, schließe dich ihnen an“, sagt Pfeiffer in Erinnerung an die Punktspiele, die er mit Kissing gegen Augsburg verloren hat. Auch seine Töchter, 22 und 25, sind bei den Schwaben als Spielerin, Betreuerin und Schiedsrichterin engagiert. So rutschte auch der Vater immer mehr in die Organisation.

Leistungsspielerinnen und Hobbyfußballerinnen sollen beim TSV Schwaben Augsburg ihre Heimat finden

Konzeptionell geht es dem neuen Spartenchef im Team mit Kleber, Augste und Schlensog darum, die Mädchen und Frauen im Verein fußballerisch weiterzuentwickeln. Nicht um Titel abzuräumen, aber um Leistungsspielerinnen sportlich zu fördern und Hobbyspielerinnen die Möglichkeit zu bieten, Spaß am Fußball zu haben. „Unser Ziel ist es deshalb – und das praktizieren wir ja schon seit mehreren Jahren – immer eine Mädchenmannschaft in der Mädchen-Punktrunde und eine in der Jungs-Punktrunde mitspielen zu lassen, damit diese gefordert und gefördert werden“, berichtet Claudia Augste. „In der U9, U11 und U13 versuchen wir, dieses Modell zu fahren. In der U15 kommt es darauf an, wie groß die Jahrgänge sind und wie gut die Leistung.“

Schließlich wolle man die „Dominanz des Vereins im Raum Schwaben und sogar in Bayern in den höheren Jahrgängen“ bewahren. Und den Unterbau für die beiden Spitzenmannschaften und Aushängeschilder des Vereins schaffen – die Frauen I in der Verbandsliga und die Juniorinnen in der Bundesliga. Besonders, weil die Frauen I so schnell wie möglich den Wiederaufstieg in die Regionalliga anstreben.

Drei Frauen- und zehn Mädchenmannschaften starten für den TSV Schwaben Augsburg in den Spielbetrieb

Das Training haben alle Altersklassen bereits wieder aufgenommen. „Sportlich gilt es jetzt für uns, die letzten sieben Monaten der Pandemie aufzufangen“, sagt Pfeiffer, „denn kein Online-Training ersetzt das Gemeinschaftsgefühl auf dem Platz.“ Positiv sei, dass man bei den Aktiven einen hohen Zulauf verbuche, „weil einige Frauenmannschaften aus dem Umkreis zurückgezogen haben oder zu niederklassig spielen“. Nahezu alle drei Frauen- und zehn Mädchen-Teams des Vereins seien personell gut aufgestellt und bereit für den Re-Start – ebenso wie die neue Führungscrew. Und die ist glücklich, dass sie bei all der Arbeit noch einen Trumpf in der Hinterhand hat. Sollten Fragen auftauchen, steht Routinier Gabi Meißle ihren Nachfolgern immer noch mit Rat und Tat zur Seite.

Der original Bericht der az ist hier.

Hier findet ihr das neue Organigramm der TSV Schwaben Augsburg Frauen- und Mädchenfußball Abteilung.

Familie, Leidenschaft und Zusammenhalt

Aufgrund der im Winter vorgegebenen Corona- Einschränkungen im Teamsport mussten auch die D-Juniorinnen des TSV Schwaben Augsburg zum wöchentlichen Online-Training ausweichen. Während der Trainingspause über die Feiertage fand zur Abwechslung eine 10-tägige Lauf-Challenge statt.

Spielerinnen, Eltern, Trainer und selbst der Jugendkoordinator nahmen am Lauf teil. Am Ende kam eine Laufleistung von 570 km zusammen. Neben der sportlichen Leistung gab es auch die Möglichkeit 0,50 Euro pro gelaufenen Kilometer freiwillig zu spenden. Mit dem gespendeten Betrag wollen wir die Vereinsgaststätte ,,Schwabenhaus” während der Corona- Krise unterstützen.

Auch die Abteilungsleitung der Frauen-und Mädchenfußballerinnen unterstützte die sportliche Aktion und rundete den Spendenbetrag auf. Diese Aktion stellt ein gutes Beispiel für den Zusammenhalt der „Schwaben-Familie“ dar.

Am 22.05.2021 konnte dann ein obligatorischer Scheck, in Höhe von 500 Euro, durch zwei Spielerinnen unserer D-Juniorinnen an den Vereinswirt übergeben werden.

(Johanna Kopold, Dio …, Lena „ Zoe“ Hoffmann)

Gabi Meißle – 50 Jahre Frauenfußball

az Bericht vom 1.11.2020

50 Jahre Frauenfußball: Diese Augsburgerin war von Anfang an dabei

Seit 50 Jahren engagiert sich Gabi Meissle für die Fußballerinnen des TSV Schwaben Augsburg.

Gabi Meißle
Foto: TSV Schwaben Augsburg

Vor 50 Jahren hob der DFB das Frauenfußball-Verbot auf. Gabriele Meißle war eines der ersten Mädchen, die beim TSV Schwaben Augsburg spielten – und engagiert sich bis heute.

VON ANDREA BOGENREUTHER

Gabriele Meißle lacht, wenn sie an ihre ersten Fußballeinheiten zurückdenkt. Da musste sie als junge Spielerin mit der Gießkanne den Boden der noch im Bau befindlichen Vereins-Turnhalle des TSV Schwaben Augsburg wässern, weil der Estrich fehlte. Zwei Trainer bemühten sich dann, den Mädchen im Teenageralter die Grundkenntnisse des Fußballspielens beizubringen. „Unvorstellbar heute“, sagt Meißle schmunzelnd.

Frauenfußball galt als „der Natur des Weibes im Wesentlichen fremd“

Genau 50 Jahre ist diese Geschichte nun her. Denn die heute 66-jährige Meißle gehörte gleich zu den ersten Mädchen, die in Augsburg mit dem Fußballspielen beginnen wollte. Eigentlich recht spät, denn sie war damals schon 16 Jahre alt. Doch erst 1970 hatte sich der Deutsche Fußball-Bund ( DFB) dazu durchgerungen, das bis dahin gültige Spielverbot für Frauen und Mädchen aufzuheben. Mit der abstrusen Erklärung, dass „diese Kampfsportart der Natur des Weibes im Wesentlichen fremd ist…, denn Körper und Seele erleiden unweigerlich Schaden und das Zurschaustellen des Körpers verletzt Schicklichkeit und Anstand“, hatte der Verband das Verbot gegen massiven Widerstand der weiblichen Fußballanhänger 15 Jahre lang aufrechterhalten.

Mit der Aufhebung schossen dann aber Frauenfußball-Mannschaften in ganz Deutschland aus dem Boden. Nahezu postwendend zog auch Fritz Lindwurm, der damalige Fußballabteilungsleiter des TSV Schwaben Augsburg, nach. Natürlich gehörte Gabriele Meißle mit ihren 16 Jahren zu den Gründungsmitgliedern – und hatte bis Anfang der 80er Jahre große Freude am aktiven Fußballspielen. Danach wechselte sie auf die Funktionärsebene und ist bis heute ihrem Sport als Abteilungsleiterin eng verbunden. Wie kaum eine andere hat sie die Entwicklung der Sportart über die vergangenen 50 Jahre verfolgt.

Heute ist der Frauenfußball viel professioneller, sagt Gabriele Meißle

„Heute fangen die Mädchen ja spätestens mit sechs Jahren mit dem Fußballspielen an. Das konnte man sich früher gar nicht vorstellen. Alles ist viel professioneller geworden und die Akzeptanz ist eine ganz andere“, sagt Meissle und erinnert an Zeiten, in denen schon mal abschätzige Kommentare über wackelnde Brüste zu hören waren. „Heute haben wir zwei Mädchengruppen, die in den Runden der Jungs mitspielen. Das ist für alle ganz normal. Früher wäre das undenkbar gewesen. Es war sogar verboten, dass Mädchen gegen Jungs spielen.“

All das habe sich in den vergangenen Jahren glücklicherweise verändert. Auch wenn an den körperlichen Unterschieden nichts zu rütteln sei, sagt Meißle. Deshalb müssten bei gemischten Spielen die Kräfteverhältnisse abgewogen werden. Dass eine Frauenmannschaft eben allein aus physischen Gründen vielleicht nur mit einer männlichen B- oder C-Jugend mithalten könne.

Mit zwölf Frauen- und Mädchenteams im Spielbetrieb, rund 270 Mitgliedern und 30 Trainern gilt die Sparte des TSV Schwaben Augsburg seit Jahren als erfolgreichster Frauenfußballverein in Augsburg. Beim FC Hochzoll, dem TSV Pfersee und dem FC Augsburg gibt es weitere Angebote. Doch die Nummer eins allein aufgrund der Mitgliederzahlen und der hochklassigen Mannschaften sind die Schwaben-Frauen. Die erste Mannschaft spielt in der Bayernliga, im Sommer stiegen die B-Juniorinnen des Vereins in die Bundesliga Süd auf.

Wie erklärt sich Meißle diesen erfolgreichen Weg? „Wir schauen uns die Leute an, die wir ins Boot holen. Und haben das Glück, dass wir durchweg engagierte, zu 90 Prozent ehrenamtlich arbeitende Trainer haben, was in der heutigen Zeit nicht selbstverständlich ist“, verteilt Meißle Lob an ihr Team. „Oft wird ja als Allererstes gefragt, was kriege ich dafür.“ Doch bei den Schwaben-Frauen stehe immer noch das ehrenamtliche Engagement hoch im Kurs. Die Spielleiter Lothar Baumann oder Sabine Bartsch, die sich jahrelang für die Frauenmannschaften engagierten.

Finanzielle Prämien hinken im Frauenfußball hinterher

Dennoch führt das zu einem Punkt, an dem sich Frauen- und Männerfußball auch heute noch gehörig unterscheidet. Die Bezahlung. Im Männerbereich wird bis auf die Amateur-Ebene hinunter gezahlt, bei den Frauen fast nur in der Bundesliga. Auch die Prämien in der Nationalmannschaft hinken hinterher. „Kaum können die Männer geradeaus laufen, wollen sie schon Geld“, ärgert sich Meißle über solche Unterschiede. „Bei den Frauen gibt´s höchstens mal Fahrtkosten. Bei uns kommt selbst das nicht zum Tragen. Jedes Hobby kostet Geld, da muss man halt auch mal zum Training nach Augsburg fahren.“ Mittlerweile reisen sogar zwei Spielerinnen aus München für das Bundesliga-Team der B-Juniorinnen an.

Ihre Mannschaften boomen gerade so, dass Meißle schon Probleme hat, Platz für ausreichende Trainingseinheiten zu finden. Die Sportanlage Süd ist regelmäßig und intensiv mit ihren Teams belegt. „Manchmal muss ich mir schon anhören, warum wir so viele Mannschaften haben. Aber ich denke gar nicht daran, mich für unsere gute Jugendarbeit zu entschuldigen.“